Queen Bee
Königinnenzucht
Es ist Februar, das erste Mal über 10°C im Jahr. Sonnenstrahlen erwärmen die Beute und damit auch das Innenleben des Bienenstocks. Auch wenn das Volk schon vor einiger Zeit wieder mit dem Brüten begonnen hat; von außen war bislang kein Lebenzeichen ersichtlich. Wenn überhaupt war nur ein leichtes Surren am Flugloch hörbar.
Doch nun wagen sich die ersten Bienen nach draußen, auf der Suche nach Nektar, Pollen, Harz und Wasser. Und auch der Imker weiß: Die Saison geht bald wieder los!
Dann kommt der März. Das Brutnest wird größer, und die Winterbienen werden von den Sommerbienen abgelöst. Draußen blühen immer mehr Sträucher, Bäume und Blumen. Die Natur wandelt sich hin zum Frühling. Es ist die Zeit gekommen, um Honigräume aufzusetzen und neue Ableger zu erstellen. Die Bienen sind am Wuseln; überall gibt es Pollen und Nektarquellen. Auch die Königin erreicht bald ihre Höchstleistung.
Mit dem Raps im Mai steht auch das Bienenvolk in voller Blüte. Um bis zu 2000 Eier am Tag wächst das Volk nun. Und auch der Imker hat voll zu tun. In der Bienenkiste wird es immer enger, das Volk möchte sich teilen. Der naturgegebene Prozess des Schwärmens wird eingeleitet.
Das was die Arbeit an und mit den Bienen so faszinierend macht, ist für mich die Vielfalt. Denn wie bei allen Dingen in der Natur, läuft auch bei den Bienen nicht alles nach einem Standardverfahren ab. Dann steht man vor dem Volk, sieht etwas Ungewöhnliches und muss erstmal nachforschen, was denn eigentlich Sache ist.
So hatte ich einmal die Situation, dass ich Königinnenzellen auf der Wabe gefunden hatte. Also dachte ich zunächst daran, dass die Königin irgendwie umgekommen ist, da ansonsten auch nur wenig Eier und Maden da waren. Auf den zweiten Blick jedoch, entpuppten sich diese alle als Drohneneier und Drohnenmaden. Die Eier waren nämlich in etwas größere Zellen gelegt, aus denen Drohnen entstehen. Ich sah mir noch 1-2 weitere Waben an, doch in Arbeiterzellen wurde kein einziges Ei gelegt. Also war klar, dass die Königinnenzellen gar keine Königinnenzellen waren, sondern eigentlich "Königszellen". Da daraus nichts schlüpft, waren die Bienen in einem Kreislauf gefangen von immer wieder herangezogenen Königszellen, während die Bienenmasse langsam abnahm.
Die einstige Königin war schon länger fort, die übrigen Arbeiterinnen haben selbst begonnen, Drohneneier zu legen und sind durch diese Buckelbrütigkeit im Teufelskreis gefangen gewesen.
Also gab ich Ihnen eine Wabe dazu mit vielen jungen Maden und Eiern, aus denen sie sich endlich selbst eine Königin ziehen konnten.
Dazu muss man den Bien verstehen, und warum Bienen einige Dinge so machen, wie sie sie eben machen. Diese Ursachenforschung und letztliche "Problembehebung", hält des Imkers Köpfchen frisch :)
Vorteile unserer Bienenprodukte
Unsere Produkte bestehen aus rein natürlichen Zutaten, bieten ein einzigartiges Aroma und schaffen eine warme Atmosphäre in jedem Zuhause.